BoddenRacer

Greifswalder Studenten segeln im englischen Segelmekka

Es ist Mittwoch Abend 19:00 Uhr, wir sitzen im englischen Sonnenschein (10l/m2) und denken an die Mittwochsregatta zu Hause. Inzwischen segeln wir schon seit 5 Tagen die Regatten der Cowes Week auf dem Walross4 des Berliner ASV mit. Und wir haben festgestellt: eigentlich ist hier alles wie zu Hause in Greifswald!

Als wir heute die IMAGINE an der Startlinie treffen, fühlen wir uns fast wie im heimischen Starterfeld, nur die Volvo Ocean Racer, die mit uns zusammen starten, sind etwas ungewohnt. Auch nach dem Startschuss kommt ein Gefühl auf, das dem gemeinen Hiddenseesegler unter uns sehr vertraut ist: bei wenig Wind zieht das übrige Feld ruckzuck gen Horizont ohne das wir eine Chance haben auch nur annähernd mitzuhalten. Heute dagegen, bei 20-30 Knoten Wind, kommt unser 22-Tonnen-Mahagoni-Schiff langsam in Fahrt und wir ziehen ungerefft durch das Starterfeld, während die Carbonboote ganz schön auf der Backe liegen.

Das Revier ist dem Greifswalder Bodden auch sehr ähnlich, Land zu fast allen Seiten und nicht so groß. Einziger Unterschied sind die 5 Knoten Strom, die uns teilweise seitwärts auf die Tonnen zu schlittern lassen. Andere Hindernisse auf der Regattastrecke wiederum sind uns von zu Hause sehr vertraut: statt der Stubnitz fahren hier 35-Knoten-Speed-Fähren (ähnlich offensiv) quer durchs Feld. Einige Kleinigkeiten sind dann aber doch anders: statt von der Molenspitze vorm Utkiek abgetutet zu werden, ertönt hier vom Royal Yacht Squadron aus bei Zieleinlauf ein Kanonenschuss und statt des obligatorischen Fischbrötchens mit Kugel bei Gurke gibt es hier Fish and Chips zu Cider. Ihr seht also, so viel Spannendes gibt es von hier gar nicht zu berichten. Wer trotzdem alles genau verfolgen möchte, ist herzlich eingeladen auf den Seiten des Berliner ASV unsere täglichen Berichte zu verfolgen. Außerdem gibt es einen livestream auf der Fastnet-Seite.

Es grüßen aus dem Solent,
Evi, Marie und Kai

 

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