BoddenRacer

Das Kommen und Gehen der Greifswalder Rennziegen

Der Frühling ist (fast) da und immer neue Rennziegen kommen in Greifswald zum Vorschein. Die neue Melges32 der Steckenbachs ist am Wochenende die ersten Runden zwischen dem Resteis auf dem Bodden gedreht.

Noch ein bisschen verpackt und unscheinbar steht in der ASV-Halle ein ähnliche Biest, auf das nicht nur die neuen Eigner gespannt sind.

Und noch ein drittes neues Schiff – wohl nicht ganz so radikal wie diese beiden – ist bereits angekündigt. Das ist aber noch ein kleines Geheimnis, oder? 🙂

Dafür hat sich dieser Tage mit der Rock’n’Rolla ein Flitzer aus Greifswald verabschiedet. Aber so ist wohl das Leben – ein ständiges Kommen und Gehen.

Luvtikus Vorschoter geht über Bord

Luvtikus Vorschoter geht über Bord

Kleiner Hingucker als Winterpausenlückenfüller. Das Video wurde ja schon beim Seglerball geleakt. Zu sehen ist das Luvtikus Racing Team bei irgendeiner Greifswalder Mittwochsregatta letztes Jahr. Nicht zu sehen ist leider wie der Bademeister nur wenige Sekunden später heldenhaften übers Heck wieder ins Boot geklettert – die Schot immernoch in der Hand. Kleiner Schreck, nix passiert, keep save! 🙂

Gepostet von BoddenRacer am Samstag, 17. März 2018

Kleiner Hingucker als Winterpausenlückenfüller. Das Video wurde ja schon beim Seglerball geleakt. Zu sehen ist das Luvtikus Racing Team bei irgendeiner Greifswalder Mittwochsregatta letztes Jahr. Nicht zu sehen ist leider wie der Bademeister nur wenige Sekunden später heldenhaften übers Heck wieder ins Boot geklettert – die Schot immernoch in der Hand. Kleiner Schreck, nix passiert, keep save! 

Sonne, Salz, Wind und Frontside-Cutbacks

Segler sind ja vielseitig. Und unsere 420er Cracks Ole und Hanjo sind ja bekanntermaßen auch Surf-Freaks. Mit ihrem 420er-Coach Tim und unser Laser Nachwuchs-Hoffnung Jorn waren sie in den Winterferien unterwegs. Hier im Folgenden ein Travelbericht …

Wir hatten uns relativ kurzfristig entschieden, einen einwöchigen Urlaub auf der Surferinsel Fuerteventura zu unternehmen. Hier ein kleiner Geografie-Exkurs: Fuerteventura, auch liebevoll Fuerte genannt, liegt ein kleines Stückchen neben Marokko im Atlantischen Ozean und ist Teil der Kanarischen Inseln. Übersetzt heißt Fuerteventura soviel wie „starker Wind“, was als eine der Surferinseln nur für sich sprechen kann.

Der Flug und der erste Tag im Wasser

Nachdem wir uns am Flughafen von Hannover zu früher Stunde mit dem Reise- und Surfgepäck abgemüht hatten, saßen wir auch schon kurze Zeit später im Flieger. Per „Sunexpress“ wurden wir (Timi, Hanjo, Jorni und ich) binnen kürzester Zeit in die wärmeren Gefilde geflogen. Am Flughafen von Puerto del Rosario angekommen, wehte uns schon eine salzige Brise um die Nase und wir wollten unser gesamtes Gepäck, bestehend aus vier Reisetaschen und zwei Boardbags voller Surfzeug, nur noch in einem Auto verstauen und an den Strand fahren.

Als wir das Wohnmobil, welches wir gemietet haben, abholen wollten, verklickerte uns die Autovermietung, dass dieses noch nicht frei wäre und wir ein anderen fahrbaren Untersatz bekämen. Es gibt ja viele Arten von Fahrzeugen, in denen man Surf- und Reisegepäck unterbekommt. Timi bekam einen Opel-Autoschlüssel und wir dachten uns: „Ja wird schon was größeres sein. Vielleicht n Vivaro oder so!“ Ende vom Lied: Wir spielten Tetris mit Surfstuff und Reisetaschen in einem Opel Zafira, worunter der Komfort etwas litt. Am Spot angekommen ging es direkt aufs Wasser bei Hackwind und echt salzigem Wasser.

Glasklares Wasser in unserer Lagune

Am zweiten Tag unseres Trips entdeckten wir die Lagune am Strand von Risco del Paso im Süden der Insel. Es war ein Traum: Sandstrand mit Lagune, in welcher man, abhängig der Tageszeit, bis zu den Knien in kristallklarem Wasser steht.

Außerhalb der Lagune waren sogar ein paar kleine Wellen zu finden, die sich perfekt als Kicker eigneten.

Und ich denke wir haben Zuwachs in der Surfwelt bekommen, denn Jorni hat Blut geleckt.

Down-the-Line Bedingungen, ein Jorni der surft und Blasen

„Guten Morgen!“ Nach einer Nacht mit Kuschelmonster Hanjo, gab es erstmal ein super Frühstück mit Rührei, Baked Beans und allem Pipapo. Nachdem wir unser Surfmaterial aufgebaut hatten, setzte auch langsam der Wind ein. Und was sich hier offenbarte, trieb einem jeden Surfer die Freudentränen in die Augen. Es waren nicht das Salzwasser oder der Sand, sondern diese perfekten Bedingungen(und vielleicht ein wenig Blasen an den Händen). Der Wind war auf komplett offshore gedreht und wehte mit 20 bis 25 Knoten, sodass es super für das 4,8er war. Auch die Wellen hatten sich nun perfekt geordnet und brachen in sauberen 3er Sets etwa schulterhoch.

Es herrschten perfekte Down-the-Line Bedingungen, sodass ich das erste Mal in meinem Leben Frontside- Cutbacks fahren konnte. Die mittlerweile ziemlich groß gewordenen Wellen dienten als solide Rampen.

First in a life time. Yeah.

Auch Hanjo kam mit nach draußen in die Welle und fuchste sich auch langsam dort ein.

Und unser Windsurf-Küken Jorni? Der hatte sich von der Surfschule ein größeres Board geholt und… fuhr! Er fuhr als würde er schon ne ganze Weile auf dem Board stehen und machte dabei ne verdammt gute Figur.

Auch Timi wurde vom Foto-Posten abgelöst und rauschte die durch den ablandigen Wind glatte Lagune entlang. Und was er dort für eine Halse in Sachen Haltungsnote und Performance hingezaubert hat…

Nasty!

Zusammengefasst einer der schönsten Tage die ich je auf dem Wasser erlebt habe.

Inseltour am vierten Tag

An unserem vierten Reisetag schlief der Wind etwas ein, was uns und unseren geschundenen Händen jedoch sehr entgegenkam. Also packten wir das ganze Surfzeug zusammen und machten uns auf den Weg Richtung Norden. Bei Corralejo hielten wir am Straßenrand und wanderten in den riesigen Sanddünen bis zum Sonnenuntergang.

Zum Abend kamen wir wieder zu unserer Lagune zurück und freuten uns auf eine erholsame Nacht.

Erholung, Sonnenuntergänge und Flüssigbrot

Die restlichen Tage verbrachten wir damit die Insel zu erkunden und die verbleibenden Sonnenuntergänge unseres Urlaubes in vollen Zügen zu genießen.

Das war der Travelbericht von Fuerteventura.

Hang loose and peace out.
Ole

Wintertrainingslager 2018 des SVMV in Hyères

Nun haben wir schon wieder Mitte Februar und die ersten Trainingslager für 2018 wurde bereits absolviert. Für Theresa hieß es zum vierten Mal ab nach Südfrankreich.

Wie jedes Jahr ist es ein guter Trainingsstart, wenn man zwei Wochen intensives Training im warmen Frankreich vor sich hat.

Zudem ist Hyeres für viel Wind bekannt, so dass man auf jeden Fall vernünftig trainieren kann, so auch dieses Jahr. Als ersten Segeltag der neuen Saison hatten wir einen Eingewöhntag mit leichtem Wind, doch bereits an Tag zwei und drei war es schon sehr grenzwärtig. Da sich dieses Jahr die eigentlich komplette Lasergruppe erneuert hat und viele noch nicht sehr viele Stunden auf dem Wasser verrichtet hatten sind wir an diesen Tagen nicht auf Wasser gegangen. Stattdessen haben wir eine Wanderung auf der Halbinsel vorgenommen. An den darauffolgenden Tage hatten wir dan guten Segelwind gehabt und konnten auch wieder viel dazu lernen. Am letzten Donnerstag vor der Abfahrt war noch ein besonderer Tag, da unsere Trainer Roberto Güldenpenning fünfundzwanzigjähriges Jubiliäum als Landestrainer feierte. Zur Feier des Tages haben wir am Abend gemeinsam gegrillt und am nächsten Tag schon ging es wieder Richtung Heimat.

Leider habe ich den Klimawechsel zwischen Frankreich und Deutschland nicht so gut verkraftet, so dass ich momentan noch krank bin.

Trotzdem war es wie immer ein rundum gelungenes Trainingslager und ich hoffe, dass dies auch wieder ein Start in eine erfolgreiche Regattasaison war.

Theresa Wierschin

Bootsspeed: 34kn – Theo berichtet vom Hobart Race

Wir kriegen Post aus Down Under. Theo hat noch einen schönen Bericht zum Sydney Hobart Race und ein paar Worte zum Unglück des Boots bei der Rücküberführung geschrieben. Theo war da schon nicht mehr an Bord, aber die internationale Presse und auch die deutschen Segel-Nachrichten haben ja auch schon drüber berichtet.

Hi Boddenracer,

Ich hatte in diesem Jahr das Glück, zum zweiten Mal das Sydney Hobart Race auf der Farr55 Hollywood Boulevard zu segeln. Das Rennen ist eines der 600nm Rennklassiker im Offshore-Segelsport und wird von den Australiern sehr zelebriert. Das Rennen beginnt Boxing Day, aber schon Tage vorher merkt man, wie die Spannung in und um das Race Village herum steigt. Es ist wirklich schön zu sehen, wie sehr die Australier ihren Segelsport lieben und wie viele sich den Start an Boxing Day anschauen. Es ist ein toller Feiertag.

Und auch die Vorhersagen für das diesjährige Rennen sahen sehr gut aus und versprachen besonders am zweiten Tag perfekte Downwind Bedingungen. Topfavoriten auf den so begehrten Handicap-Gesamtsieg sollten die schnellen 50-Fußer, wie die TP52´s oder auch die Farr55 Hollywood, sein. Allerdings war unser Start in das Rennen ein bisschen holprig. Die vielen Zuschauerboote und die hohen Riggs der 100-Fußer machten es schwer, konstante Segelbedingungen zu finden. Die Situation beruhigte sich jedoch außerhalb des Sydney Harbours und wir machten uns als führendes Boot hinter den Maxis auf den Weg nach Hobart. Entlang der australischen Küste frischte der Wind langsam aber stetig auf und so sahen wir bis zu 35 Knoten am zweiten Tag des Rennens. In Kombination mit der sehr langen und hohen Welle auf der Bass Strait waren das perfekte Surf-Bedingungen für die Boote. Wir erreichten einen Topspeed von 34,4 Knoten. Einfach der Hammer und ein unglaubliches Gefühl!

Onboard-Video im Surf über die Bass Strait:

Posted by Conrad Humphreys on Mittwoch, 27. Dezember 2017

Das Rennen verlief soweit gut für uns. Wir konnten einen Großteil der Flotte in Schach halten, mussten allerdings die erst 2017 fertiggestellte Botin52 Ichi Ban und Quest, ebenfalls eine TP52, davonziehen lassen. So kam am Ende ein 9. Platz gesegelt und ein 5.Platz in unserer Division gerechnet heraus. Außerdem nehmen wir alle eine Menge verdammt starker Momente mit und fühlen uns geehrt, so ein tolles Rennen miterlebt zu haben. Ichi Ban gewann hochverdient den Handicap-Gesamtsieg.

Sehr lustiges Post-Race-Interview mit dem Skipper:

https://www.facebook.com/sailorgirlHQ/videos/1599908220052936/?hc_ref=ARR6hHu0enR3l1gB_hLqid4W7khj_2H4cjQhOvhYeT-oNRnAor2eqlFIFJeU7f9EEFM

Ein bitterer Beigeschmack bleibt allerdings, als Hollywood Boulevard auf der Rücküberführung zurück nach Sydney einen Mondfisch rammte und die Crew mit Helikopter vom Boot abgeborgen werden musste. Allen Beteiligten geht es den Umständen entsprechend jedoch gut. Und auch das Boot konnte später gefunden worden und liegt nun in Eden, einem Hafen 250 Meilen südlich von Sydney. Neben all dem Spaß, den man hatte, zeigt dieses Ereignis nur ein weiteres Mal, dass die Sicherheit immer im Vordergrund stehen sollte und eine gute Vorbereitung besonders auf ein solches Rennen sehr wichtig ist.

Liebe Grüße an alle in die Heimat.

Theo

Die Überführungs-Crew wird vom Helicopter abgeborgen:

Yacht crew rescued off Flinders Island Bass Strait

AMSA would like to thank everyone involved in yesterday's rescue of six crew members from their racing yacht SV Hollywood Boulevard about 150km east of Flinders Island in Bass Strait. Crew activated their distress beacon around 8.45am on Sunday after their rudder sustained damage and the vessel began taking on water. AMSA's Challenger jet from Melbourne located the yacht pitching in rough seas. Two rescue helicopters from Ambulance Victoria winched the crew members to safety by 1.30pm while a merchant vessel, Trans Future Seven, provided cover from the elements. Victoria Police and Marine Rescue NSW also provided assistance.

Posted by Australian Maritime Safety Authority – AMSA on Sonntag, 14. Januar 2018

Wiedergefunden und in den Hafen geschleppt.