BoddenRacer

Felix segelt beim Giralia Cup im Mittelmeer

Felix Streckenbach berichtet von seiner Erfahrung von „Giraglia Rolex Cup“ im Mittelmeer:

Felix sortiert die Segel auf dem Bug der Marten49.

Felix klariert die Segel auf der Moana, eine Marten49 von Hanno Ziehm aus Hannover.

[fs] Vom 12. Bis 20. Juni fand der Giraglia Rolex Cup 2015 statt. Mit über 250 gemeldeten Teams konnte in diesem Jahr ein Teilnehmerrekord verzeichnet werden. Nachdem ich in Nizza gelandet war, ging es zuerst per Zug nach San Remo. Dort traf ich auf das Team und das Boot, die Marten 49 „Moana“. Im Jahr 2011 durfte ich schon einmal auf diesem tollen komplett aus Carbon gebauten Performance Cruiser segeln. Das Speedpotential entspricht etwa dem von unserer ehemaligen GP42 „Imagine„, allerdings findet man unter Deck nicht eine große schwarze Höhle, sondern Küche, Dusche und bequeme Betten.

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Start vor Saint-Tropez – ein paar mehr Boote an der Linie als bei unserer Mittwochsregatta. ;-)

Am 12. Juni starteten wir dann um Mitternacht nach einem tollen Feuerwerk zu einer Mittel/Langstrecke von ca. 60sm nach St. Tropez, vorbei an Monte-Carlo, Nizza und Cannes. Anschließend segelten wir vor St- Tropez 3 Tage lang Coastal Races. Zum Abschluss fand die legendäre Rolex-Party statt, welche die hohen Erwartungen sogar noch übertraf! Am nächsten Tag war dann der Start der Langstrecke von ca. 240sm. Über das nördliche Ende von Korsika, dem sogenannten Giraglia Rock, ging der Kurs nach Genua. Bis zum Giraglia Rock sind wir als einzige einen deutlichen Südbogen gefahren und könnten als 3. um den Felsen fahren. Den anschließenden Nordwestbogen hätte man nicht so krass fahren dürfen, deswegen haben wir auf den letzten 25sm dann ordentlich Zeit verloren. Am Ende waren wir nach ca. 48h im Ziel.

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Tolle Segelbedingungen auf dem Mittelmeer. Felix vorne auf der hohen Kante.

Die tollen Küsten von der Côte d’Azur und Korsika, Sonne satt, floureszierendes 3000m tiefes Wasser, fliegende Fische, Delfine am Bug und sogar Wale in unmittelbare Nähe machten das Segeln wirklich unvergesslich. Angekommen im Genua ging es vorbei an dem Wrack der Costa Concordia zum Yachtclub Italiano, wo die Teams begrüßt wurden. Nach der Abschlussparty hieß es dann: Koffer packen, Tschüß 30 Grad und T-Shirt-Segeln. Auf geht’s zurück ins kühle Deutschland!

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Felix beim Tanz/Kampf mit den Vorsegeln. Geiles Foto!

Am Ende waren wir über die gesamte Serie gesehen 9. von 27. Bei der Langstrecke hatten die schnellen Boote in IRC A nicht viel zu melden auf Grund der Flauten. Die TP52 komplett mit Profis besetzt wurde 39. von 150. wir 63. Also muss man zufrieden sein damit …

Alle Fotos von Rolex/Carlo Borlenghi (www.regattanews.com).

Ergebnisse der Inshore Serie.

Ergebnis vom Offshore Rennen (Saint-Tropez – Giraglia – Genua).

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