BoddenRacer

Regen, Sturm, Welle, Strom und Sonnenschein

Vergangenen Samstag sind unsere Opti-B-Segler und 420er Mädels noch im Regen und Sturm auf der Warnow gesegelt, …

… aber am Sonntag war dann praller Sonnenschein beim Nordwasser Pokal im Rostocker Stadthafen.

Franzi und Nori sind im 420er Sechste geworden. Und auch Adele hat die Serie mit einem Sieg in der letzten Wettfahrt auf dem Gesamtplatz 6 abgeschlossen.

Unsere Opti-A Segler mussten derweil vor Warnemünde beim Intercup mit 170 Seglern ’ne Menge Lehrgeld zahlen. Samstag ging auf der Ostsee wegen der Gewitterfront gar nichts. Am Sonntag dann abnehmender Wind, Welle und Strom. „Also nix für unsere Kids.“ so der Trainer.
Hoffentlich hatten sie trotzdem Spaß. :-)

Theresa ist Deutsche Juniorenmeisterin U19

Es wird wieder ein meisterschaftsreicher Sommer für Theresa. Das erste große Event ist gesegelt und der Erfolg lässt nicht auf sich warten. Meistertitel und WM-Quali. Yeah.

Oft wurde ich jetzt schon gefragt, wie ich es schaffe im Internat zu wohnen und jeden Tag diszipliniert zum Training zu gehen. Ehrlich gesagt, weiß ich es selbst manchmal nicht. Es gibt immer Tage, an denen es einem leicht fällt und an anderen möchte man am liebsten im Bett bleiben. Doch dann gilt es sich zu erinnern warum man segelt: weil es Spaß macht! Und noch mehr Spaß macht es, wenn man auch etwas Erfolg hat.

Wenn andere feiern, dann zelte ich und verbringe meine freie Tage auf dem Wasser. So sieht seit vier Jahren mein Himmelfahrt aus. Für die Laser heißt es nämlich Kooperationstrainingslager in Kiel. Doch es ist immer wieder schön meine Leutchen wieder zusehen und gemeinsam mit mehr als 100 Lasern Rennen zu segeln, ohne dass es um etwas geht. Auch dieses Jahr hat dieses Training mir sehr viel gebracht.

Das Wochenende nach Himmelfahrt, Pfingsten, verbrachte ich traditionell auch in Kiel um die YES („Young Europeans Sailing“, quasi die Kieler Woche der Jugendklassen) mit zu segeln, was gleichzeitig auch die Deutsche Juniorenmeisterschaft war. Doch es ging nicht nur um die Medaillen der Meisterschaft, sondern auch um das Ticket zu den 49. Hempel Youth Sailing World Championsship 2019. Eine Person/Team pro Bootsklasse nimmt für Deutschland an der Regatta Ende Juli im polnischen Gdynia teil.

Ein mehr als windigen ersten Tag bei mehr als 30 kn brachte mir einen guten Regattastart, sodass ich meinen Platz bis zum Ende verteidigen konnte. Der zweite und dritte Tag bei moderaten Bedingungen schuf einen solide Grundlage für erfolgreiches Segeln. Männlich und Weiblich im Laser Radial starteten getrennt. Bei den Mädels waren eigentlich alle deutschen Laser Radial Seglerinnen am Start. Ein gutes Feld um zu üben und sein Können unter Beweis zustellen.

Für mich hat sich das Training gelohnt. Nach den guten Rennen konnte ich es bei der Siegerehrung kaum glauben. Ich bin Fünfte insgesamt, Deutsche Junioren (U22)-Vize Meisterin und Erste U19 geworden, was bedeutet, dass ich Deutschland bei der diesjährigen Weltmeisterschaft vertreten darf. Was für eine Ehre!

Was das Wochenende dann noch abgerundet hat, ich bestritt die Regatta mit meinem ganz neuem Schiff. Nach fünf Jahren fast täglicher Nutzung tritt mein „altes“ Boot jetzt seinen wohl verdienten Ruhestand vom Regatttaleben an. :)

Aber erst muss es noch etwas die Transportengpässe überbrücken. Das neue Boot ist jetzt schon verladen auf dem Trailer nach Griechenland. In 12 Tage heißt es dann schon wieder auf zum nächsten Event. Anfang Juli steht meine letzte U19-Europameisterschaft in Athen an.

Zwei Tage nach der Rückreise geht es dann auch schon weiter nach Polen zur Weltmeisterschaft.

Doch dann ist auch noch nicht Schluss. Nach den Youth Worlds in Gdynia fliege ich zusammen mit meinem Vater zu meiner letzten U19-Weltmeisterschaft nach Kingston in Kanada.

Ein Segelsommer durch und durch steht also für mich diese Jahr wieder an. Erst in der letzten Woche bleibt dann Zeit für Ferien, die ich in Kanada am Lake Ontario verbringen werde.

Theresa Wierschin

Optis in Plau am See

Jahr ein, Jahr aus verbringt Brandy seine Wochenenden mit den Greifswalder Optiseglern auf den Regatten. Am langen Himmelfahrtswochenende gab es dazu wie fast jedes Jahr ein kleines Trainingslager vor der anschließender Regatta in Plau am See.

Zwei Tage schönes Training mit recht viel Wind. Aber am ersten Regattatag selbst gab es doch etwas viele Winddreher, was den Kids zu schaffen gemacht hat. Sonntag ging es dann raus und ohne Wettfahrten zurück. Aber alle Segler, ein paar Eltern und der Trainer hatten eine schöne Zeit zusammen in Plau.

Gut geschlagen hat sich Michel Qual auf Platz 11 bei seiner erst zweiten Opti B Regatta! Weiter so!

Leidenschaft!

‏Mit den Plätzen 20, 19, 16, 16, 35 liegt die Old Jug Crew nach dem vierten Tag der ORC Weltmeisterschaft auf Platz 20. Morgen dann ein 50sm Coastal Race bei weniger Wind durch die kroatischen Felsen. Viel Erfolg aus der Heimat!

Außerdem wurde sie bei „Sailing Anarchy“ für ihren leidenschaftlichen Hängestil beim Starkwindrennen gestern gefeiert!! Go Greifswald Go!!!

degrees of pain

Rund Hiddensee 2019 auf Take Care²

Foto: Sven Lamprecht (www.segel-fotografie.de)

Die Gruppe Yardstick 1 hatte den letzten Start der für 9:05 Uhr angesetzt war und dann
10 Min. früher erfolgte. Burghardt hatte aufgepasst und es an den Flaggen erkannt. Die Folge, viel Platz an der Startlinie und ein guter Start!

In der Spitzengruppe ging es dann zügig vorbei an den langsameren Schiffen Richtung Norden östlich von Hiddensee. Mit Rauschefahrt und halbem Wind ging es dann die Rinne hoch teilweise drei Schiffe nebeneinander! Welch ein Irrsinn und vor allem Crash-Risiko? Warum Veranstalter immer wieder die „Langsameren“ vor den „Schnelleren“ starten, bleibt mir ein Rätsel? Der Zeitvorsprung beim Start ist doch eh schnell aufgebraucht, wenn die „Schnelleren“ die „Langsameren“ permanent in Luv überholen?

Glücklicherweise hatten wir es mit wenig Gegenverkehr zu tun. Würde bei Jugendregatten genauso verfahren, wechselten die Optisegler wohl recht schnell die Sportart, dessen bin ich mir sicher!

Oberhalb des Rassow-Stroms entspannte sich dann alles und es ging hinaus auf die Ostsee bei aufkommenden Sonnenschein. Die Positionen verschoben sich noch einmal leicht an der Kreuz, bevor es dann ab der Hucke mit Schrick in der Schot wieder Richtung Süden ging, leider immer noch ohne Gennaker. 

In der Vierendehl-Rinne ging er dann hoch, doch nach zwei Sonnenschüssen und kein Platz nach Lee wurde er schnell wieder eingepackt. Die Melges 24 konnte ihn leider etwas länger tragen, Pech für uns. Nach gut fünfeinhalb Stunden waren wir im Ziel.

Insgesamt war es eine schöne Runde bei guten Wetterbedingungen bei einem immer kleiner werdenden Starterfeld.

Rolf Nagel

Tolle Fotos wie immer von Sven hier in seiner Galerie.

Line Honours im Offshore Rennen bei ORCi WM

Direkt von der ORCi Weltmeisterschaft in Kroatien:

Junge, junge, das war mal ein Rennen, einfach total geil! Bei fast 30 Grad und Sonnenschein drehte der Wind nach einem mittelmäßigem Start das erste von unzähligen Malen um knapp 180 Grad und nahm kontinuierlich zu, sodass wir bei 5-6 Windstärken einen fantastischen Downwind-Reach-Kurs hatten, auf dem wir uns mit 100% Adrenalin und Spaß an allen vorbei ganz nach vorne segeln konnten. Leider gab es dann im Anschluss insgesamt 70 Seemeilen Kreuzkurse bei 3-5 Windstärken vor und zwischen den Inseln vor Sibenik: Nicht gerade die Paradedisziplin unserer Melges…
Aber Boot und Mannschaft bissen sich durch die Nacht und konnten sich im Duell um die Spitze immer wieder gegen das Team „Sugar“ aus Estland zurückkämpfen. Knapp 23 Stunden waren keine Wachwechsel und kaum Ruhepausen möglich, denn zu anspruchsvoll waren die sich ständig ändernden Bedingungen. Theo machte einen super Job als Navigator; Peer, Hannes und Ole trimmten permanent die Segel, bei Anna liefen auch in der dunkelsten Nacht im Cockpit alle Leinen akkurat zusammen, Raffa und Friedhelm kämpften sich bis zum Schluss auf dem Vorschiff durch etliche Segelwechsel und Felix´ Arm war im Zieldurchgang am Pinnenausleger festgewachsen. Viele Offshore-Rennen sind wir in den letzten Jahren gesegelt, kaum eines war so abwechslungsreich und spannend. Selbst 2 Meilen vor dem Ziel kostete uns eine nervenaufreibende völlige Flaute zwar viele Minuten Vorsprung auf die Verfolger, nicht aber die knappe Führung nach gesegelter Zeit, die wir bis ins Ziel verteidigen konnten. Gerechnet reichte es durch den hohen Amwind-Anteil und auf Grund einiger kleiner Fehler während des Rennens „nur“ zu einem 20. Platz im 50-Boote Feld in Klasse C. Morgen geht es dann weiter mit den insgesamt 6 geplanten Up&Down-Rennen.

Die Abenteuer der Old Jug könnt ihr wie immer auf deren Facebook Seite verfolgen oder direkt auf die Seite der ORCi WM gehen.