BoddenRacer

Warum Regattasegeln entspannend ist. Das Boddensolo schon wieder auf der Helga Marie.

Herrliches Spätsommerwetter und konstanter frischer Wind aus Südwest machten das diesjährige Boddensolo/-double zu einem feinen Event. Weil’s letztes Jahr so schön war, berichtet wieder Stefan:

28 Boote gingen beim diesjährigen Boddensolo an den Start – wobei der Trend nach meiner Wahrnehmung zur Zweihändigkeit geht (8 bzw.9 Boote). Auch Helga Marie startete als Ersatz für die ausgefallenen Boddenetappen mit Verena und mir als Stammcrew auf die gut 20 Meilen über den Bodden. 

Etwa 20 Minuten vor dem Start wird vorsorglich und ruhig das Ambitionsniveau besprochen, welches stark vom Stress und Schlafmangel der letzten Wochen und Monate geprägt ist. Die Überlegungen gehen von „Mit den Kindern nach Gager wäre auch schön.“ über das übliche „Hauptsache, wir sind nicht peinlich.“ bis zu „Kann gut sein, es gibt Anschreien und Ausrasten…“. Okay. Kommunikation innerhalb der Crew ist wichtig. Also wird der Halbwindstart bei vielleicht knapp 20 kn Wind aus Südwest vorsichtig angegangen und der Spibaum entgegen aller Vorsätze erst nach der ersten Bahnmarke geriggt. Besonnenheit und Ruhe bewähren sich zumindest gegen zu frühe Konflikte innerhalb der Crew.

Als die antike Blase steht und das Boot beharrlich und konstant über Rumpfgeschwindigkeit gen Ariadne zieht, kehrt auch die gewohnte Harmonie langsam an Bord zurück. Dann klappt auch noch das bei uns notwendige Halsen reibungslos (weil wir nach der LD 8 nicht gleich ordentlich auf Kurs gegangen sind und uns nicht trauen, wirklich tief zu fahren) und als der Spi gerade rechtzeitig vor Tonne Ariadne wieder im Niedergang liegt, stellt sich eine gewisse der-Rest-ist-ein-Kinderspiel-Stimmung ein. Helga Marie nebst Crew genießen den Halbwindkurs zur Vilm und da der Wind nicht wie vorhergesagt ab- sondern eher noch leicht zunimmt vermissen wir nicht einmal die Genua, welche für die Kreuz bei der Windstärke unvorteilhaft ist und die deshalb in der Segellast blieb. Direkte Gegner gibt es eh keine (die sind lange auf und davon) und so haben wir auf der folgenden Kreuz zur Palmerort 4 sogar Muße, die Werftschwester Oie zu bewundern (Spaekhugger und Kaskelot sind beides frühe Entwürfe des jungen Peter Bruun). Martin Subklew löst das Problem von zu viel Segelfläche am Wind klassisch mit Genua und gerefftem Groß und zieht souverän – als Bewunderer des Konstrukteurs möchte man fast sagen: majestetisch – an uns vorbei. Er wird später mal wieder oben auf der Tabelle stehen. Es folgt ein weiterer entspannter aber vergleichsweise kurzer Halbwindkurs zur Ansteuerungstonne Greifswald (jetzt wäre die Genua schick, aber es kommt ja noch eine Kreuz…). Auf den letzten Meilen nach Wieck fehlt erfreulicherweise die steile und kurze Welle, die die erste Kreuz doch insgesamt recht langsam gemacht hat. Drei oder vier Schläge, Tonnenrundung, Zieldurchgang nach knapp viereinhalb Stunden feinster Segelzeit reichen, um nicht letzter zu werden. Das war dann doch ziemlich schönes Segeln, finden wir.

So ist das manchmal. Nicht nur, dass man auf Regatten mehr lernt. Eine gute Regatta kann sogar einen schlechten Start in den Tag retten, der in diesem Fall auch noch mit einem sehr netten Beisammensein ausklingt. Kassler und superleckerer Kartoffelsalat sind sogar im bescheiden Meldegeld inklusive. Eine tolle Veranstaltung. Unser Glückwunsch geht an die Könner, die in ihren Klassen gewinnen – bei uns Martin Buck mit der Hiddensee Klabüsterbeere – und der Dank wie immer an alle Organisatoren und Mitwirkenden. 

Stefan Geiss

Ergebnisliste

Die Saison 2018 bei den B-Optis

Max wurde in Röbel/Müritz Vize-Landesmeister in Opti-B.

Obwohl ihr lange nichts von uns gehört habt, heißt das noch lange nicht, dass wir faul waren. Ganz im Gegenteil, denn wir waren auf sehr vielen Regatten wie zum Beispiel Greifswald, Plau am See, Storkow, Rerik, Schwerin, Röbel usw.

Jeder hat mal seinen  Erfolg gehabt. Lukas wurde in Greifswald Zweiter U 10, Finn ist in Rerik 3. in der Gesamtwertung geworden, Adele ist beim Marstall Cup in der Gesamtwertung 2. geworden und ich selbst wurde Vize Meister von MV in meiner Bootsklasse. Jeder von uns hat in dieser Saison das schöne Gefühl kennengelernt mal als 1. durchs Ziel zu gehen.

Für Finn und mich ist die Zeit in Opti B nun langsam vorbei. In Kirchmöser wird unsere erste Regatta in Opti A sein. Aber vorher fahren wir noch nach Sonderborg (Dänemark) an die Ostsee um an der Dänischen Meisterschaft teilzunehmen.

Euer Max

Der Dominator

Toni Längert mit seiner kleinen Hanse 291 Medea zeigt mal wieder, welche wirklich die beste Hanse (bzw. Dehler) ist. Yeah!

Der Hansecup ist vorbei. Wir gewinnen täglich in Gruppe1 und demzufolge auch die Gesamtwertung in Gruppe1. Überraschend ist jedoch, dass wir durch eine starke Leistung heute, auch nun schon zum 3. mal in Folge, den Pokal über alle Tage und alle Bootsklassen nach berechneter Zeit gewonnen haben.

Toni

Ergebnisse hier

Richtig: Blaues Band am 22. September 2018

Einfach um mal falschen Gerüchten entgegen zu wirken. Das Blaue Band vom Greifswalder Bodden ist dieses Jahr am 22.September 2018 geplant! Also NICHT am letzten September-Wochenende, sondern eine Woche vorher. Die Rennstrecke wird wie in den letzten Jahren ca. 13 Seemeilen lang sein und nach Thiessow führen. Bestellt ist ein Raumschot-Kurs und 20kn Wind. 😉

Alle Infos gibt’s jetzt hier.

Elf Wochen Sommerferien, doch kaum Zeit zum Urlauben

Mein Segelsommer hat dieses Jahr mit der Kieler Woche Ende Juni begonnen. Eine Woche bzw. vier Tage mit ordentlich Druck in der Luft haben mir eine gute Regatta beschert. Ich bin, wie schon im letzten Jahr, im Jungsfeld in Teil 1 gestartet. Am Ende bin ich 22. und drittes Mädchen geworden.

Kurz darauf haben ich einen kurzen Aufenthalt in Greifswald genossen und bin mit meinem Vater beim Jollencup gestartet. An den Tagen danach bin ich dann losgefahren zu meiner ersten U21 WM in Gdynia, leider mit weniger Erfolg. Als jüngster Teilnehmer habe ich Platz 49 belegt. In dieser Regatta ging leider alles etwas drunter und drüber bei mir und ich habe einfach keinen richtigen Lauf gefunden.

Nach Gdynia ging es dann zurück nach Hause nach Greifswald und ab ins Trainingslager. Ursprünglich als Coach, aber am Ende bin auch selbst auch oft geseglt.

Ende Juli ging es nach Travemünde, wo im Rahmen der Travemünder Woche, die Jugenddeutsche dieses Jahr stattfand. Bei fanastischen Bedingungen, Sonnenschein und Seabreeze bin ich auf Platz 12 gesegelt und wurde Zweite bei den Mädels.

Nach der Deutschen hatte ich dann eine Woche frei und dann ging auch schon das Vorbereitungstraining für die Jugend-WM (U19) in Kiel los. Zwei Woche hatte ich die Möglichkeit mit meinen Mädels am Bundesstützpunkt zu trainieren. Bei Franzi habe ich wieder eine Menge gelernt und konnte mich nochmal richtig gut auf die WM vorbereiten.

In der ersten Schulwoche fand dann die WM statt. Also das Schuljahr begann jetzt erstmal mit frei für mich. Ist auch gut. 🙂

Für die WM hatte ich mir dann ziemlich viel vorgenommen, also mein Ziel war mindestens Top 20, eigentlich noch besser, aber es kam ganz anders. Die ganze Zeit hatten wir schönen Ostwind, doch zur Regatta natürlich nicht mehr. Nur der erste Tag hatte schöne Bedingungen mit Nordwestwind (16kn) und Welle. Die darauf folgenden Tage hatten wir dann Südwind, welcher auch mal gern extrem drehend war und dann auch nur noch eine leichte Brise. Erst am Samstag kam dann wieder Wind, doch bei 38kn haben sie dann leider das Rennen abgebrochenbei welchem ich ganz vorn war.

Am Ende reichte es leider nicht für die erhofften Top 20, ich endete auf Platz 27, aber immerhin habe ich meinen Bundeskaderstatus bestätigt und werde also auch nächstes Jahr wieder viel mit den Mädels aus Kiel machen. Der Winter ist schon in Planung. 😉 Aber auch bei dieser Regatta habe ich wieder sehr viel gelernt und weiß jetzt auch wo meine Defizite liegen und kann jetzt nochmal besser genau das trainieren im Wochentraining in Warnemünde.

Meine Saison im Großen und Ganzen war eigentlich ganz passabel. Ich hatte einige Ups, aber auch Downs. Naja es läuft halt nicht immer alles nach Plan.

Ich habe wieder viel dazugelernt von ganz vielen unterschiedlichen großartigen Seglern und entwickel mich täglich weiter. Außerdem habe ich noch mehr neue Freunde aus aller Welt gewonnen und ein super Team.

Das Training mit der Schweriner Olympionikin Franzi Goltz scheint nicht langweilig zu werden.

Doch ich möchte mich an dieser Stelle besonders bei meinem Verein (ASVG), der GJA und allen Trainer bedanken für eure Unterstützung mich auf meinem Weg zu begleiten. Jetzt trainiere ich wieder mit Vollgas und nächstest Jahr wird wieder angegriffen.

Eure Theresa