BoddenRacer

Shit happens

Das Segelteam der SY Matchbox (X99) aus Greifswald hat am vergangen Wochenende in Warnemünde die Seeregatten „Warnemünde Cup“ und  „Up & Down“ bestritten.

Geplant war, dass am Samstag der „Warnemünde Cup“ auf einem  Viereckskurs auf einer Gesamtdistanz von ca. 40 sm ausgetragen wird. Die SY Matchbox meldete für die ORC Wertung. 15 weitere Boote haben sich ebenso in die Meldeliste eingetragen. Darunter eine weitere X 99 „Noodels“ aus Travemünde oder auch die „Old Jug“ aus Greifswald mit Steuermann Felix Streckenbach.

Schon am Freitagabend zur Steuermannsbesprechung war klar, dass viel Wind und Welle auf die Segler zukommt. Die Vorhersage zeigte Wind mit 6 Bf in Böen 7 Bf aus nordwestlicher Richtung. Und so kam es dann auch. Während es die Nacht auf Samstag bereits mit 6 Bf durchwehte legte der Wind am Samstag noch etwas zu. Der geplante Start um 10:00 Uhr wurde erstmal bis 13:00 Uhr verschoben, da der DWD eine Böenwarnung von 35 Knoten herausgab. Um 13:00 Uhr wurden dann alle Wettkämpfe der Warnemünder Woche für Samstag gestrichen. Also rüber zur Mittelmole und das Kulturprogramm genießen. Mit den Kadetten der „Sedov“ wurde am Abend noch Russland gegen Kroatien geschaut. Die Russen verloren und hatten Pech.

Symbolbild (schon ein bisschen älter).

Am Sonntag dann die Up & Down. Es ging zeitig los, da später noch der „Warnemünde Cup“ ausgesegelt werden sollte. Die Wetterbedingungen waren gut. 4-5 Bft aus WNW tendenziell abnehmend. Gemeldet hatten neben der Matchbox noch 16 weitere Boote im ORC System und 4 für Yardstick. Zur Steuermannsbesprechung hieß es 2 Up & Down mit je zwei Mal Kreuz und zwei Mal Down. Gesagt getan.  In Rennen Eins lief es für die Matchbox noch nicht besonders. Wohl weil die Handbremse noch angezogen war. Platz 8 im ersten Rennen. Nach einer Trimmänderung lief es richtig gut. Drittes Boot im Feld und erstes Boot über die Ziellinie. Nur blöd, dass noch kein Ziel war. Was die Crew der Matchbox nicht mitbekommen hatte, die Wettfahrtleitung hatte die Anzahl der Schenkel von je Zwei auf Drei im zweiten Rennen erhöht. Bis die Matchbox wieder auf Kurs lag, war das halbe Feld durchgeschlüpft. Nun waren wir die Russen. Am Ende stand ein 6. Platz im zweiten Rennen und ein siebenter in der Gesamtwertung. Shit happens.

Zusatz: die Old Jug hat das zweite Rennen abgebrochen und belegte einen 12. Platz im Gesamtklassement. Beste X99 wurde Noodels auf Platz 4.

Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Es gab ja noch den Warnemünde Cup. Dieser wurde kurzerhand ebenfalls auf dem Up & Down Kurs mit je drei Schenkeln ausgetragen.

Ein besonderes Highlight war, dass nun jeder, der da war und starten wollte, mitfahren konnte. Egal, ob er für den Warnemünde Cup gemeldet hatte oder nicht. Nachbezahlen musste auch niemand. Ein echtes Problem wurde das aber bei der Auswertung und Siegerehrung. Als diese dann am Sonntag gegen 18:00 Uhr stattfinden sollte war die Matchboxcrew schon abgereist. Die Matchbox belegte nach viel Rechnerei am Ende einen sechsten Platz beim Warnemünde Cup.

Ronny

Swash Buckler mischt weiter die dänischen Coastal Races auf

Nach Fyn ging es diesmal (ebenso erfolgreich) um die Insel Sjælland – die Jungs auf der Swash Buckler mischen weiter die dänischen Coastal Races auf. Hier Michas Bericht mit Video …

Mit dem Palby Fyn Cup und Sjælland Rundt sind nun bereits zwei Langstreckenrennen der Saison schon wieder vorbei… und es war toll!

Wir wollten diese 230 Meilen rund um Seeland nach unserem Sieg im Jahr 2016  gern noch einmal segeln, und so haben Gunthi und Micha Swash Buckler ab dem 25. Juni von Greifswald über Falsterbo und Hven nach Helsingør überführt, wo am Donnerstag morgen mit Heiko, Stefan, Maik und Ralf auch die restliche Crew ankommt. Die 164 Teilnehmer sind auf 16 Gruppen verteilt. Die ersten Gruppen mit den Solo- und Doublehandseglern starten bereits vormittags 10:00 Uhr, unser Start in Løb 12 ist dagegen erst auf 16:00 Uhr angesetzt. Als die Gruppeneinteilung bekannt gegeben wird, staunen wir nicht schlecht – auf dem Papier sind wir fast das langsamste Boot unserer Gruppe und müssen gegen so einige wesentlich schnellere Schiffe wie zwei XP-38, zwei First 36.7, eine X-412, eine X-362 Sport und eine Dufour 40 antreten. Die zweite in unserer Gruppe gemeldete X-99 ist leider doch nicht dabei, und so haben wir keinen direkten Gegner.

Als wir zum Start auslaufen, weht ein Nordwest um 16-18 Knoten, und es setzt nördlicher Strom.
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Up & Down in der WM-Vorbereitung

Nach langer Pause mal ein kleiner Zwischenstand von der Old Jug Crew:

Die Vorbereitungen für die WM Mitte Juli laufen auf Hochtouren. Zwischendurch werden wir noch kurz die Warnemünder Woche als letztes Training nutzen und hoffentlich 2 coole Tage im schönsten Regattarevier Norddeutschlands haben.

In den letzten Wochen durften wir die Melges das erste Mal auch nachts Segeln: Rund Rügen war eine super Regatta, leider wieder mit einer traditionellen Flaute gegen Mitternacht…

Die Kieler Woche startete für uns mit einem Sieg beim Welcome Race! Leider lief der anschließende Kiel Cup richtig schlecht, aber wir konnten eine Menge über das Boot bei Starkwind Lernen.

Nicht mehr lange und dann geht es nach Den Haag. Alle sind heiß und freuen sich auf eine richtig geile Zeit! Es ist noch eine Menge zu tun, aber Old Jug wird ganz sicher richtig top vorbereitet starten können!

Spektakuläres Segeln direkt vor der eigenen Haustür

Wir haben schon ein geiles Segelrevier! Und das direkt vor der Haustür. Am vergangenen Samstag haben wir das mit einem spektakulären Segeltag beim Jollencup, der „Hiddensee-WM“ und einem tollen Sommerfest gefeiert. Eine große Foto-Galerie gibt einen Eindruck davon. Großen Dank an die Studentenabteilung vom ASV für die Organisation und Durchführung.

Von 13 angereisten Hiddensees traten am Samstag Mittag 12 zur „Hiddensee-WM“ im Rahmen des Hiddenseetreffens 2018 an. Wegen des überaus guten Windes und steiler Welle aus Nordwest wurde der Kurs von der Wettfahrtleitung kurzerhand auf das 3-fache Abfahren des kleinen Mittwochsregattakurses abgespeckt. Dies tat Spass und Spannung aber keinen Abbruch; im Gegenteil gab es so für die auf der Mole Zurückgebliebenen eine bessere Sicht auf das Geschehen und die hohe Manöverdichte und leicht drehender Wind erhielt die Spannung bis zum Schluss. Den „Titel“ ersegelte sich die SY „Brandy“ (Ingo Brandt) aus Stralsund, gefolgte von der SY „Stubber“ (Björn Schuldt) auf dem zweiten und der SY „Lass doch II“ (Robert Föste) auf dem dritten Platz. Zudem wurde traditionell der „Mayday-Cup“ – ein Wanderpokal für das Schiff mit dem größten Bruch – verliehen. Darauf gab es in diesem Jahr gleich mehrere Anwärter (diverse kleinere Risse in Segeln, der Ausriss eines kompletten Klemmblocks aus dem Deck, ein wild klappendes Klappruder, das nur mit Badeeinsatz gebändigt werden konnte….) unter denen sich die SY „Feria“ aus Stralsund mit einem Riss quer durch das Großsegel durchsetzte. (Ergebnisliste hier)

Bereits eine Stunde früher gingen an die 20 Jollen, darunter auch wieder eine große Gruppe Jugendlicher von der Segelschule Dänholm in Stralsund, auf die Regattabahn. Gesegelt wurden hier 3 Dreieckskurse und 2 Up & Downs nach Yardstick, aufgeteilt in eine Einhand- und Zweihandklasse. Auch hier war die Fitness und das Durchhaltevermögen der Teilnehmer gefordert. Es kam zu spannenden Duellen zwischen Vater und Sohn, Trainer und Segelschüler, „Alt“ und Jung und die Wettfahrten konnten letztlich ohne größere Ausfälle beendet werden. In der Einhandklasse siegte Philipp Gläser (Motte) vor Mattes Köppe (Laser Standard) und Tim Köppe (Laser Standard). In der Zweihandklasse siegten Colin Glinkowski und Hermann Rath (470er) vor Merle Ritzer und Gesine Wutzler (420er) und Marie Müller und Eva Seumer.  (Ergebnisse hier)

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Durchhaltevermögen war Schlüssel zum Sieg

Die Wettfahrten der Stralsunder Segelwoche waren dieses Jahr von wenig Wind geprägt. Vor allem auf den Langstreckenregatten wurden somit die Mannschaften, die durchgehalten haben, mit einem Sieg belohnt.

Durchgehalten und Rund Hiddensee gewonnen – Medea von Toni Längert.

Dabei war die Regatta Rund Hiddensee wieder in fester Greifswalder Hand: Mañana (Klassiker), Phenix (5.5er), Matchbox (YS1), La Familia (YS2), Medea (YS3) konnten jeweils ihre Klassen gewinnen. Windspiel wurde zudem Zweiter bei den Jollenkreuzern.

Bei Rund Rügen gab es wieder den typischen Park-up zwischen Sassnitz und Arkona. Am Ende hat es in der Yardstick 1 Klasse Büxt ut (YS1) als Einziger und damit als Sieger ins Ziel geschafft. Sporthotel wurde nach ORC Zweiter.

Sieger in der Gruppe Yardstick 1 – Büxt ut.

Swash Buckler (YS1) konnte zudem das Preissegeln am Mittwoch für sich entscheiden.

Alle Ergebnisse hier und viele weitere tolle Fotos gibt’s wieder auf der Webseite von Sven Lamprecht.

 

Jollencup, Hiddenseetreffen, Sommerfest

Am kommenden Samstag findet bei uns vor der Haustür der XIV. Jollencup statt. Die aktuellen Meldungen aus Greifswald und der Region deuten auf ein großes Teilnehmerfeld hin. Gestern Abend sind sogar noch „Neu“-Anschaffungen extra für den Jollencup auf den Hof gerollt. Wer also noch ein Boot ohne Kiel hat, sollte scharf an sich zweifeln, ob er dieses Event wirklich verpassen will.

Gleichzeitig treffen sich die Hiddensee-Segler aus nah und fern wieder und segeln ihre „Weltmeisterschaft“ aus. Alle Infos dazu gibt’s hier.

Aus sicherer Quelle weiß ich, dass sich die ASV-Studenten und Studentinnen sich voll ins Zeug gelegt haben um für alle ein großes Event zu organisieren. Nach der Wassereinheit steigt dann am Samstag Abend an der ASV-Halle das große Sommerfest mit Cocktails, Grill, Siegerehrung, Musik und Fußball gucken. Also kommt vorbei!

 

Swash Buckler wird Zweiter beim Palby Fyn Cup

Micha von Swash Buckler hat einen detaillierten Bericht von einem 28 Stunden dauernden Kampf um den Sieg beim Palby Fyn Cup rund um die dänische Insel Fyn geschrieben …

Die dänische Südsee ist ja von Greifswald aus nicht unbedingt „gleich um die Ecke“, und deshalb haben wir auch lange überlegt, ob wir beim Palby Fyn Cup – ein Rennen von Bogense aus rund um die Insel Fyn (ca. 140 Meilen) – antreten sollen.

Die dänische Klassenvereinigung hatte diese traditionell sehr gut besuchte Regatta im Winter als Dänische Meisterschaft der X-99 ausgeschrieben, und nachdem im Frühjahr abzusehen war, dass trotz der in den letzten Jahren leider schrumpfenden Felder eine ordentliche Flotte von X-99 zusammenkommt, haben wir dann doch gemeldet. Das Einheitsklasse-Segeln ist ja schon immer noch am Spannendsten

Am Ende sind es insgesamt über 300 Schiffe auf der Meldeliste geworden, davon im „Løb 19“ sogar 24 X-99. Ein so großes Einheitsfeld hatte die Klasse zuletzt 2013 beim X-Yachts Gold Cup vor Kopenhagen auf die Bahn bringen können, dort kamen 30 Boote zusammen.

Nach einer von wenig Wind, aber viel Sonne begleiteten Überführung von Greifswald nach Bogense am Pfingstwochenende (danke Sven & Christian!) geht es am Freitag, 25. Mai endlich los. Unser Start ist auf 12:15 Uhr angesetzt. Wirklich toll, mal wieder so viele X-99 an einer Startlinie zu sehen! Im Vorstartgedrängel versucht DEN-520 Rosa Lux in Lee von uns, die Tür am Startschiff zuzumachen, aber wir (mit Heiko an der Pinne, Micha, Stefan, Maik, Ralf und Basti) finden noch genügend Raum und gehen zwar ein paar Sekunden nach dem Schuss, aber als luvwärtigstes Boot über die Linie. Hier der Start:

Der Wind weht mit ca. 12 Knoten aus Nordost, es gibt also zunächst eine Kreuz bis zur ersten Bahnmarke, einer Untiefentonne nördlich der Halbinsel Æbelø. Schon auf dieser ersten kurzen Strecke liegen wir nahezu gleichauf mit DEN-517 Mille von Kim Rasmussen und seiner Crew, sie erreichen die Tonne nur wenige Meter vor uns. Danach bleibt es eine Amwind-Strecke bis zur Nordostspitze von Fyn bei Fyns Hoved. Auf diesem Schlag setzen wir uns gemeinsam mit Mille leicht vom Rest des Feldes ab. … weiter lesen!